Verstopfung

Verstopfung und Darmentleerungsschwierigkeiten sind weit verbreitet. Die Dunkelziffer ist hoch, da sich viele Menschen aus Scham oder Resignation nach jahrelanger erfolgloser Behandlung mit ihrer Situation abfinden.

Verstopfung (auch Obstipation) kann andauernd bestehen oder wiederkehrend auftreten. Dabei transportiert entweder der Darm zu langsam oder die Entleerung stellt ein Problem dar. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Erkrankungen, die ärztlich abgeklärt und behandelt werden können.

Die Erkrankung kann entweder angeboren oder erworben sein. Zu den Ursachen von erworbener Verstopfung gehören:

  • Ernährungsumstellungen
  • Nervendegenerationen
  • Medikamente
  • psychiatrische Ursachen
  • Tumore

Verstopfung ist weit verbreitet: Rund 15 bis 20 % der Bevölkerung sind davon betroffen. Darmentleerungsstörungen kommen bei Frauen häufiger vor und beruhen meist auf anatomischen Veränderungen.

Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Ursache. Sie reichen von einem dumpfen Gefühl bis hin zu starken stechenden Schmerzen. Oft kommen Winde und das Gefühl einer nicht vollständigen Darmentleerung vor.

Zu den häufigsten Abklärungen gehört neben einer ausführlichen Aufnahme der Krankengeschichte eine körperliche Untersuchung. Daneben führen wir apparative Abklärungen wie eine beispielweise eine Enddarmspiegelung und je nach Fall funktionelle Abklärungen durch.

Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Ausmass der Beschwerden ab. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von Lebensstilanpassungen wie Ernährung und Bewegung, über Stuhlregulation bis hin zu verschiedenen operativen Eingriffen.

Ihre Ärztinnen und Ärzte

Dr. med.
Christian Gingert
Ärztlicher Leiter, Facharzt für Chirurgie